Demonstration in Essen zur aktuellen Lage in Syrien - Verkehrseinschränkungen
Veröffentlicht: Sonntag, 08.12.2024 19:04
In Essen gab es heute eine große Demonstration rundum den Jakob-Funke-Platz. Tausende Menschen haben den Machtwechsel in Syrien gefeiert. Die Demo wurde bei der Polizei kurzfristig angemeldet. Rund um den Limbecker Platz gab es ein Verkehrschaos.
Demonstration in Essen zur aktuellen Lage in Syrien
In Essen haben heute Tausende Menschen rund um den Jakob-Funke-Platz den Machtwechsel in Syrien gefeiert. Es wurde mit Flaggen gejubelt, gesungen und getanzt, berichtet unsere Stadtreporterin. Nach dem über Jahre dort ein Bürgerkrieg stattfand, gibt es nun einen Machtwechsel. Es geht um Syriens Präsident Baschar al-Assad. Rund 300 Teilnehmer sind bei der Polizei angemeldet worden, bestätigt ein Polizeisprecher. Es sind aber rund 11 Tausend Menschen gekommen, sagt die Polizei. Die Demo ist nach Polizeiangaben friedlich verlaufen. Die Versammlung wurde heute kurzfristig angemeldet. Am Limbecker Platz kam es durch die Demo zu starken Verkehrseinschränkungen. Hörer haben von Autokorsos und Personen auf der Fahrbahn berichtet. Die Straßen rundum den Limbecker Platz, Viehofer Platz und Europaplatz seien ziemlich voll gewesen, berichteten Verkehrsmelder. Gegen 18 Uhr wurde die Versammlung beendet. Die Menschenmassen sind daraufhin über die Kettwiger Straße Richtung Hauptbahnhof nach Hause gegangen, berichtet unser Reporter.
Ganze Familien mit ihren Kindern waren dabei. Umhüllt in syrischen Flaggen versammelten sich auf der Grünen Mitte in Essen. Eine friedliche Demonstration bei denen sich alle füreinander freuten, jubelten und gemeinsam zu syrischer Musik tanzten. Amir Alhaj Saleh ist einer der Demonstranten und freut sich über den Sturz von Präsident Baschar al-Assad.
"Ich kehre heute lieber nach Syrien zurück als Morgen", sagte Amir im Radio Essen-Interview.
Seine Freude über den Machtwechsel kann er kaum zurückhalten. Nach jahrelanger Diktatur bedeutet die Veränderung für ihn jetzt Hoffnung und Frieden. Unter den tausenden Teilnehmern waren viele, die jetzt gerne wieder in ihr Heimatland zurückwollen. Aber auch Familien die sich hier in Deutschland bereits jahrelang ein Leben aufgebaut haben. Zum Beispiel Mohammed Alghabeti, er hat den Machtwechsel in der Innenstadt mitgefeiert, freut sich über das Geschehen und wünscht sich Frieden für Syrien. Im Alter von drei Jahren kam Mohammed mit seiner Familie nach Deutschland, jetzt zurück nach Syrien kann sich der Jugendliche nicht vorstellen:
"Ich bin hier aufgewachsen, ich bin einer von den Syrern aber auch einer von den Deutschen."
Auch Mitorganisatorin Larissa V. freut sich über das Ereignis. Für sie ist die Freude vergleichbar mit dem Mauerfall in Deutschland. Sie hat das Leid der Menschen in Syrien selbst mit angesehen uns setzt sich schon lange für Frieden in dem Land ein. Ihre Aufgabe war es vor allem, die Menschenmenge unter Kontrolle zu bringen, "damit es friedlich bleibt, die Menschen sollen feiern und nicht für Chaos sorgen."