Grundschul-Projekt in Essen in Gefahr - Malteser brauchen Geld

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Grundschul-Projekt in Essen in Gefahr - Malteser brauchen Geld

Seit 2023 unterstützen die Malteser Grundschüler und ihre Familien an vier Grundschulen in Essen, an denen rund 90 Prozent einen Migrationshintergrund haben. Jetzt steht das Bildungsprojekt auf der Kippe. Es ist zu wenig Geld da.

© Malteser

Wie unterstützen die Malteser die Grundschüler in Essen?

Die Malteser helfen Schülerinnen und Schülern in Essen bei den Hausaufgaben und unterstützen sie auch bei Problemen Zuhause. Für viele Grundschüler sind sie wichtige Ansprechpartner - insbesondere, da rund 90 Prozent von ihnen einen Migrationshintergrund haben. Aktuell profitieren vier Grundschulen in Essen von dem Projekt der Malteser: Die Großenbruchschule in Altenessen-Süd, die Gervinusschule in Frohnhausen, die Kantschule in Katernberg und die Joachimschule in Kray.

"Die Projektkraft unterstützt uns an so vielfältigen Stellen im Bereich Schule, Familie und Sozialraum. Sie baut Brücken, die wir allein nicht bauen können", sagt Nikola Frenk, stellvertretende Schulleiterin an der Kantschule.

Wie wirkt sich das Bildungsprojekt auf die Grundschulen in Essen aus?

Durch das Bildungsprojekt "Chancen...weil Bildung zählt" bekommen die Kinder in Essen mehr Sicherheit im Schulalltag. Aber auch ihre Familien profitieren von dem Angebot: So sind nun Elterncafés, Infoveranstaltungen und zweisprachige Beratungen möglich. Viele Eltern verstehen so das deutsche Schulsystem besser und können dahingehend auch ihre Kinder gezielter unterstützen.

Kira Schulte, Direktorin an der Joachimschule, führt die Entwicklung auf das Malteser Projekt zurück: "Erst wenn Eltern sich als Partner auf Augenhöhe fühlen, wird Bildungsgerechtigkeit greifbar. Genau das schafft das Projekt."

Malteser-Projekt in Essen - Warum droht dem Bildungsprojekt nach Aus?

Seit knapp drei Jahren läuft das Projekt in Essen schon. Bisher wurde es aus EU-Fördergeldern finanziert. Doch das Angebot war nur befristet. Die Malteser geben nun bekannt, dass ab September 2026 jährlich 600.000 Euro nötig wären, um das Projekt weiter fortführen zu können.

"Momentan sieht es nicht so aus, dass wir das Geld bekommen. Wir brauchen einen Großspender", sagt Alexandra Konotopez, Referentin für die Presse und Öffentlichkeit bei den Maltesern, auf Radio Essen-Nachfrage.

Projektleiterin Sarah Khalifa hofft, dass Stiftungen und Unternehmen auf das Bildungsprojekt aufmerksam werden und die nötige Summe spenden.

"Es würde mich natürlich auch freuen, wenn Parteien auf uns zugehen. Weil wir unpolitisch bleiben wollen, schreiben wir aber keine Parteien aktiv an, sondern hoffen darauf, dass sie sich bei uns melden."

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