Trockenster Juli in Essen seit 1931

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Trockenster Juli in Essen seit 1931

In und um Essen war der Juli 2026 der trockenste Juli seit Auswertungsbeginn 1931. Das zeigen Daten von Emschergenossenschaft und Lippeverband.

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© André Hirtz / FUNKE Foto Services

Trockenheit und Hitze in Essen: Was genau zeigen die Auswertungen?

Der Juli war in und um Essen deutlich zu trocken und zu warm. Im Durschnitt hat es nur an sieben Tagen geregnet - und dann nicht besonders viel. Im Emscher-Gebiet etwa fielen nur 11,6 mm Regen im Mittel. Das ist noch weniger als im bisherigen Rekordjahr 2018 und damit so wenig wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn. Außerdem lag die Durschnitts-Lufttemperatur bei 21 Grad. Das sind 2,2 Grad über dem langjährigen Mittel. Das alles macht den Juli rund um Emscher und Lippe zum trockensten Juli seit Auswertungsbeginn 1931.

Auch der Ruhrverband sagt: Der Juli war viel zu trocken. An der Ruhr fielen nur 22 mm Regen, das sind 77 Prozent weniger als üblich. Damit war der Juli vermutlich der trockenste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen vor 100 Jahren. Auch der letzte November, Dezember und März waren schon sehr trocken. Der Ruhverband musste an jedem Tag im Juli Wasser aus den Talsperren in die Ruhr abgeben. Ansonsten wäre die Ruhr an 18 Tagen trocken gefallen. Die Talsperren sind aber trotzdem noch zu rund 80 Prozent gefüllt. Die Trinkwasserversorgung ist also sichergestellt, auch wenn es weiter trocken bleibt.

Was hilft gegen Hitze und Trockenheit in Essen?

Emschergenossenschaft und Lippeverband in Essen fordern Städte und Kreise klimaresilient zu gestalten, nach dem Schwammstadt-Prinzip. Dabei saugt die Stadt Regenwasser wie ein Schwamm auf und gibt es wieder ab, wenn es sehr heiß ist. Hier helfen unter anderem Regenrückhaltebecken, Parks und begrünte Dächer. Genug Versickerungsflächen sind wichtig, um Wasser aufzunehmen, wenn es dann mal regnet. Gerade bei Starkregen kommen völlig ausgetrocknete oder komplett bebaute Böden und die Kanalisation an ihre Grenzen, die Überflutungsgefahr steigt.

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