Feuerwehr in Essen testet automatische Einsatzdrohne

Radio Essen

Feuerwehr in Essen testet automatische Einsatzdrohne

Die Feuerwehr Essen testet eine Drohne, die automatisch zu Einsätzen fliegt. Sie liefert erste Bilder, bevor die Einsatzkräfte ankommen.

© Feuerwehr Essen

Feuerwehr Essen startet Drohnen-Testphase

Die Feuerwehr Essen probiert seit Mittwoch (16. September) eine neue Technik aus. Auf dem Dach der Hauptfeuerwache an der Eisernen Hand steht eine Drohne, die bei bestimmten Notrufen automatisch startet. Sie fliegt dann selbstständig zur Einsatzstelle und schickt erste Bilder an die Leitstelle. Die Einsatzkräfte sehen so schon auf der Anfahrt, was sie erwartet. Die ersten Minuten sind bei einem Einsatz die wichtigsten - mit der Drohne können die Einsatzkräfte früher handeln. Die Testphase läuft drei Monate lang.

Testphase für Drohne in Essen läuft drei Monate

In Essen fliegt die Drohne in etwa 100 bis 120 Metern Höhe. Sie schafft eine Reichweite von 12 bis 15 Kilometern und kann rund 45 Minuten in der Luft bleiben. Ein Operator überwacht den gesamten Flug. Die Drohne hat eine normale Kamera und eine Wärmebildkamera an Bord.

"Gerade die ersten Minuten eines Einsatzes sind für uns von besonderer Bedeutung. Je früher wir ein belastbares Bild von der Lage bekommen, desto früher können wir die richtigen Entscheidungen treffen", erklärt Sascha Keil, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Essen.

Während der Testphase ist das System montags bis freitags zwischen 8 und 17 Uhr einsatzbereit.

Die Feuerwehr Essen wertet jeden einzelnen Drohneneinsatz aus. Sie will herausfinden, wie viel Zeit und welche Informationen die Drohne tatsächlich bringt. Danach entscheidet die Stadt, ob die Technik dauerhaft genutzt wird. Die Drohne soll die Einsatzkräfte nicht ersetzen, sondern nur vorab erkunden.

Weitere Nachrichten aus Essen